DBU DenkNach: Projekt an der Hochschule Mannheim zeigt, wie man mit Gummibärchen etwas über Nachhaltigkeit lernen kann

In einem durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projekt mit dem Titel „DenkNach“  (Aktenzeichen  AZ  34892/01)  wurde  in  Kooperation  mit  der  Pädagogischen Hochschule  Karlsruhe  ein  Experimentierkoffer  entwickelt,  der  neben  spannenden Experimenten  rund  um  das  Thema  Gummibärchen  Unterrichtsmaterialen  zum  Thema Nachhaltigkeit für eine Projektwoche für 7. bis 9. Klassen an Schulen enthält. 

Mit den Materialien soll jungen Menschen der Nachhaltigkeitsgedanke nähergebracht werden. Dabei sollen die Schüler*innen vor allem Selbstwirksamkeit erfahren, indem sie Folienetiketten durch  Aufschmelzen  von  Gummibärchen  im  Backofen  selbst  herstellen,  diese  mit umweltfreundlichen Bio-Tinten beschriften und mit einem rückstandlos ablösbaren Gelatine-Kleber auf Marmeladengläser aufbringen. Diese Etiketten stellen eine nachhaltige Alternative zu  herkömmlichen  Etiketten  dar,  die  sich  oftmals  nicht  rückstandsfrei  und  nur  unter Zuhilfenahme von Chemikalien von beispielsweise gebrauchten Marmeladengläsern ablösen lassen  und  so  einer  Wiederverwendung  dieser  Gläser  für  selbst  hergestellte Lebensmittelprodukte und Geschenke im Wege stehen.  Ganz nebenbei eignen sich die Schüler*innen facherübergreifend Fachwissen an, entwickeln eigene Handlungskompetenzen und emanzipieren sich schon früh aus der Rolle des passiven Konsumenten  hin  zu  eigenverantwortlichen,  bewussten  Akteuren  im  Sinne  eines nachhaltigeren  Umgangs  mit  Ressourcen  im  außerschulischen  Lebensalltag.  Durch  die Sensibilisierung der Jugendlichen soll die Eigenkreativität sowie der Nachhaltigkeitsgedanke verbunden mit dem Bewusstsein, selbst etwas bewegen zu können, schon frühzeitig in den Köpfen junger Generationen verankert werden. Besonderen Charme besteht dadurch, dass die Schüler*innen dieses alltagsrelevante und in der Erscheinung wandelbare Produkt immer wieder  bei  Bedarf  selbst  zu  Hause  herstellen  und  ihren  Familienangehörigen  vorzeigen können – so ist Nachhaltigkeit in aller Munde. Nähere Informationen können bei Frau Dr. Isabell Sommer angefragt werden (i.sommer@hs-mannheim.de).

Flyer

Experimente mit Gummibärchen: Unterrichtsmaterialien für eine Projektwoche zum Thema Nachhaltigkeit

Isabell Sommer, TIll Adrian, Maaike Katzarow-Hermanns, Christian Wiesmüller,

BIUZ, Biologie in unserer Zeit 50 (3), 2020, https://doi.org/10.1002/biuz.202010708

Forum Nachhaltigkeit der Hochschule entwickelt erste Ideen - Wurmkomposter am IBV

Das Thema Nachhaltigkeit betrifft viele Bereiche in der Hochschule Mannheim in der Lehre, der Forschung und des Campuslebens. Zahlreiche Angehörige der Hochschule Mannheim haben in diesem Zusammenhang bereits Initiativen ins Leben gerufen und damit einen wertvollen Beitrag geleistet. Das Rektorat hat im letzten Jahr Prof Kirstin Kohler als Nachhaltigkeitsbeauftragte eingesetzt. Um die bestehenden Initiativen sichtbarer zu machen und darüber hinaus an der Hochschule weiter für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und den Austausch zu verstärken, hat sie ein Nachhaltigkeitsforum ins Leben rufen.

Im Forum für Nachhaltigkeit haben sich in den vergangenen Monaten Aktive zusammengeschlossen, die das Thema an der Hochschule vorantreiben. Denn Nachhaltigkeit kann nur gemeinsam gelingen! Als ist eine der ersten umgesetzten Ideen, die aus diesem Kreis entstanden sind, wurde nun der Wurmkomposter von Dr. Isabell Sommer aus dem Institut für Biologische Verfahrenstechnik auf dem Campus aufgestellt und lädt Mitarbeiter und Studierende zum Mitmachen und Nachahmen ein.

Wurmkompostierung ist eine nachhaltige, effektive Methode, um organische Küchenabfälle zu Kompost und nährstoffreichem Flüssigdünger (Wurmtee) zu recyceln. Wer sich beteiligen möchte, kann gerne den Komposter mit kleinen Mengen an Obst- und Gemüseabfällen befüllen. Zu finden ist der Wurmkomposter unter der „Brücke" zur Verfahrenshalle (Bau E). Im Eingangsbereich der Verfahrenshalle gibt es überdies eine Infotafel, welche Abfälle für den Wurmkomposter geeignet sind.

Für die, die auch zu Hause ihre Obst- und Gemüseabfälle nachhaltig nutzen möchten, gibt es eine einfache Anleitung  zum Bau eines Mini-Wurmkomposters aus alten PET-Flaschen.

https://www.hs-mannheim.de/einzelansicht/forum-nachhaltigkeit-der-hochschule-entwickelt-erste-ideen.html